Steilmann
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Prof. Dr.-Ing. h. c. Klaus Steilmann
- 12. 06. 1929 in Neustrelitz
+ 14. 11. 2009 in Bochum-Wattenscheid
Nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei C & A Brenninkmeyer (1951) arbeitete er dort bis 1955 als Substitut im Einkauf für Damenmäntel und Kostüme. Danach war zwei Jahre lang Stellvertreter des Mantelkonfektionärs Josef Meyer.
1958 gründete er mit 40 Mitarbeitern die Klaus Steilmann GmbH & Co. KG. Bis 1998 entwickelte sich das Unternehmen zu einem Konzern mit weltweit 18.200 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,45 Milliarden DM.
Im Weltmarkt fallende Textilpreise und die wachsende Konkurrenz wirkten sich negativ auf das Unternehmen aus. 2006 verkaufte Steilmann an den italienischen Konzern Miro Radici, der Name Steilmann blieb jedoch erhalten.
Steilmann engagierte sich auch für die Reduzierung von Umweltbelastungen durch die Textilverarbeitung und gründete in diesem Zusammenhang einen Lehrstuhl an der Universität Witten-Herdecke.
Neben seinem beruflichen Engagement galt sein Interesse auch dem Sport. Elf Jahre lang – bis 1985 – war er Präsident des Fußballvereins SG Wattenscheid 09. In dieser Zeit führte er den Verein in die Fußball-Bundesliga. Dank seiner Unterstützung konnten einige Athleten der TV Wattenscheid 01 internationale Erfolge verbuchen. Auf seine Initiative hin wurde 2007 die Klaus-Steilmann-Fußballschule gegründet.
Klaus Steilmann erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Darunter das Bundesverdienstkreuz (1984), den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen und die Ehrendoktorwürde der Universität Witten-Herdecke (1993). Er war Honorakonsul der Ukraine, Ehrenexistenzgründer des Club of Europe und Ehrenprofessor Moskauer Lomonossow Universität.

