Zusammenfassung

Aus Ruhrwiki

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Die historische Betrachtung der Vegetation zeigt, dass das heutige Ruhrland der Lebensraum vieler Pflanzen und Kräuter aus ursprünglich fremden Gebieten wurde. Ohne Bedenken kann gesagt werden: Die Täler und Auen mit ihrem Meer aus Blüten wirken zu bestimmten Jahreszeiten frisch und bunt! Allerdings gibt es einige Neophyten die mit ihrem generalisierenden, dichten Wuchs überhand nehmen. Dazu zählen: Der Kaukasische Bärenklau, das Drüsige Springkraut und der Japanische Knöterich. Angesichts ihrer teilweise ausgedehnten Bestände, wird immer häufiger nach der Ursache des Überwucherns gefragt. Und was kann man dagegen unternehmen? Eine klare, eindeutige Antwort gibt es darauf nicht. Nur der günstige Standort allein kann den Vermehrungsdrang der Pflanzen nicht fördern. Allerdings konnte man ausfindig machen, dass sie häufiger auf Grasbrachen wuchern, als auf Wiesen, die gemäht oder als Weideland genutzt werden. Die vernünftigste Lösung scheint mir, ist der Vorschlag der Landesanstalt für Ökologie in Nordrhein-Westfalen. Sie empfiehlt: Bekämpfen sollte man die Neophyten nur in Ausnahmefällen, wenn besonders zu schützende Arten durch sie gefährdet werden und in privaten Gärten. Im Ganzen ist festzuhalten: Ursache und Anfang der rasanten Florenentfaltung in unserer Region war der Beginn der Wirtschaftskrise im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts und damit gekoppelt der einsetzende Rückzug der Schwerindustrie, gefolgt von einer deutlich geringerer Umweltverschmutzung. In dieser Zeit begann eine Veränderung im Ökosystem des Ruhrreviers. Außerdem begann mit der Stagnation der agrarischen Tätigkeit vieler Bauern, die Zurückführung in einen naturnäheren Zustand der Auen. In üppiger Prägung kam die Flora wieder zur reichen Entfaltung. Im Ruhrtal gesellten sich zu den heimischen Gewächsen auch viele Pflanzeneinwanderer aus allen Herren Länder. Sie wachsen am Flussufer, in den Auen und bis weit in die Nebentäler. Über viele Wege sind die Pflanzenexoten zu uns gekommen. Eine große Zuwanderung bringen Flüsse und Bäche.